Du willst den Ausblick in deiner Hausarbeit selbst schreiben, aber ohne Floskeln und ohne am Ende neue Argumente aufzumachen. In diesem Artikel bekommst du klare Antworten, eine Schritt-für-Schritt-Struktur und passende Formulierungen, damit du den Ausblick sauber aus deinen Ergebnissen ableitest und sicher abschließt. Wenn du beim Feinschliff, bei der Trennung von Fazit und Ausblick oder bei prüfbaren Anschlussfragen hängen bleibst, kannst du dir gezielt Unterstützung holen, zum Beispiel über Hausarbeiten schreiben lassen.
Der Ausblick in der Hausarbeit ist mehr als ein „netter Abschluss“: Er ist der zukunftsorientierte Schlusspunkt, der aus deinen Ergebnissen logisch abgeleitet wird und den roten Faden bis zur Forschungsfrage konsequent zu Ende führt. Gute Ausblicke zeigen den Lesenden, was die Erkenntnisse bedeuten, wo Grenzen liegen und welche nächsten Schritte sinnvoll wären, ohne die Arbeit nachträglich umzuschreiben. Genau hier passieren jedoch typische Fehler: Viele wiederholen bloß das Fazit, bringen neue Argumente oder Daten ins Spiel, formulieren vage Aussagen („Weitere Forschung wäre spannend“) oder verlieren den Bezug zur Forschungsfrage. In diesem Artikel bekommst du eine klare Struktur für den Ausblick, eine 5-Schritte-Anleitung, praxistaugliche Formulierungen (Satzbausteine) sowie ein kommentiertes Beispiel, an dem du sofort erkennst, wie ein überzeugender Abschluss funktioniert.
Was ist der Ausblick in der Hausarbeit?
Der Ausblick in der Hausarbeit ist der zukunftsorientierte Schlussteil, der aus den Ergebnissen ableitet, was sie bedeuten und welche nächsten Schritte sich daraus ergeben. Er ordnet deine Ergebnisse in den Kontext des Forschungsgegenstands ein, benennt Grenzen und zeigt Anschlussmöglichkeiten für Forschung oder Praxis mit klarem Bezug zur Forschungsfrage, wie du es aus einer Forschungsarbeit kennst.
Wichtig ist die Abgrenzung: Der Ausblick ist keine Zusammenfassung der Kapitel (das leistet das Fazit bzw. die Schlusszusammenfassung) und auch keine Diskussion im Sinne einer neuen Auswertung oder nachträglichen Interpretation mit zusätzlichen Daten. Stattdessen beantwortet er knapp: Was folgt sinnvollerweise daraus? ohne neuen Inhalt einzuführen.
Für die Bewertung ist der Ausblick relevant, weil er zeigt, ob du deine Argumentation konsequent zu Ende führst, reflektiert mit Grenzen umgehst und den wissenschaftlichen Mehrwert einordnen kannst. In kürzeren Arbeiten fällt er meist knapper aus, bleibt aber inhaltlich ebenso klar: logisch, begründet und fokussiert.
Fazit und Ausblick in der Hausarbeit klar unterscheiden
Für Fazit und Ausblick in der Hausarbeit gilt als klare Regel: Das Fazit beantwortet die Fragestellung auf Basis der Kernergebnisse, der Ausblick zeigt die nächsten sinnvollen Schritte ohne neue Belege.
Warum im Ausblick keine neuen Argumente oder Daten stehen dürfen: Am Ende findet keine neue Beweisführung mehr statt. Neue Informationen wären weder sauber hergeleitet noch angemessen diskutiert und würden den roten Faden zur Fragestellung nachträglich verschieben.
Ausblick in der Hausarbeit schreiben: Schritt für Schritt (inkl. Formulierungen)
1) Ergebnisse einordnen (Kontext schaffen)
Beim Schreiben des Ausblicks in der Hausarbeit startest du nicht neu, sondern leitest Konsequenzen aus deinen Ergebnissen ab und ordnest sie in den größeren Zusammenhang der Fragestellung ein. Der Ausblick wirkt am besten, wenn er wie eine logische Verlängerung deines Fazits klingt.

2) Forschungslücken und offene Fragen benennen
Formuliere offene Fragen konkret und prüfbar: Was ist noch unklar, widersprüchlich oder nur teilweise beantwortet? So machst du Forschungslücken sichtbar, ohne neue Argumente einzuführen.
3) Grenzen der Untersuchung reflektieren (Methode, Stichprobe, Zeitraum, Quellen)
Nenne die Grenzen der Untersuchung sachlich und mit Bezug zur Aussagekraft, nicht als Entschuldigung. Wichtig: benennen, was begrenzt und welche Folgen das für die Übertragbarkeit hat. Gute Grenzen-Sätze erklären immer auch, was die Einschränkung für die Aussage deiner Arbeit bedeutet.
4) Forschungsperspektiven und Anwendungen aufzeigen
Leite aus Lücken und Grenzen konkrete Forschungsperspektiven oder Anwendungen ab, die an deine Arbeit anschließen. Formuliere Vorschläge als überprüfbare nächste Schritte statt als vage Zukunftssätze. Der stärkste Ausblick liefert Vorschläge für weitere Forschungsvorhaben, die als Ansatzpunkte für zukünftige Forschungen methodisch nachvollziehbar bleiben.
5) Sprach- und Strukturcheck (Zeitform: Präsens vs. Konditional/Futur)
Achte auf klare Zeitlogik: Ergebnisse stehen meist im Präsens („Die Analyse zeigt …“), Perspektiven im Konditional („könnte“, „ließe sich“) oder in vorsichtigen Futur-Formulierungen. Runde den Abschnitt mit einem letzten Bezug zur Fragestellung ab („Die Arbeit endet mit einem Ausblick auf …“). Zeitlogik und ein letzter Rückbezug machen den Ausblick ruhig, klar und wissenschaftlich.
Ausblick Hausarbeit: Beispiel mit Analyse
Mustertext (Beispiel „Homeoffice und Teamkommunikation“)
Die Ergebnisse dieser Arbeit legen nahe, dass Homeoffice die Teamkommunikation vor allem dann unterstützt, wenn Austausch formell strukturiert ist und informelle Abstimmung bewusst kompensiert wird. Damit lassen sich die Befunde in die Forschungsfrage einordnen, wie sich verteiltes Arbeiten auf Kommunikationsqualität und Koordination auswirkt: Nicht „Homeoffice an sich“, sondern die Gestaltung der Kommunikationsroutinen scheint ausschlaggebend. Zugleich ist die Aussagekraft begrenzt, da die Untersuchung auf einem klar abgegrenzten Materialkorpus bzw. Zeitraum beruht; daraus folgt, dass die Übertragbarkeit auf andere Teamtypen nur eingeschränkt möglich ist (Grenzen benennen). Offen bleibt insbesondere, inwiefern Teamgröße und Aufgabeninterdependenz die beobachteten Muster verändern. Ein prüfbarer Forschungsvorschlag wäre, in einer Folgestudie Teams mit unterschiedlichen Interdependenzgraden vergleichend zu analysieren und Kommunikationsereignisse entlang definierter Kategorien zu erfassen. Als Anwendung ergibt sich für die Praxis, interne Leitlinien zu synchronen und asynchronen Formaten zu präzisieren und Räume für informellen Austausch gezielt einzuplanen.
Hinweis zu Stil und Länge: In Hausarbeiten ist der Ausblick meist kurz (oft ein kompakter Absatz) und bleibt nüchtern, konkret und eng an Fragestellung, Grenzen und Anschlussmöglichkeiten orientiert. Kurz heißt nicht oberflächlich, sondern fokussiert, auch wenn du später eine Abschlussarbeit schreibst.
Umfang, Position, typische Fehler und Checkliste
Der Ausblick steht entweder als eigener Abschnitt direkt nach dem Fazit oder als klar abgegrenzter Teil des Fazits (z. B. „Fazit und Ausblick“). Maßgeblich sind dabei immer die Vorgaben des Moduls, institutsinterne Leitfäden oder Hinweise der Dozentin bzw. des Dozenten. Gibt es keine festen Regeln, ist ein kurzer, separat markierter Ausblick meist am lesefreundlichsten, weil Fazit und Ausblick eindeutig getrennt bleiben und der Schluss sauber strukturiert wirkt. Orientiere dich zuerst an den Vorgaben deiner Veranstaltung, dann an der Lesbarkeit.
Beim Umfang gilt: eher knapp als ausführlich. Häufig reicht ein kurzer Absatz bis zu einem kleinen Abschnitt, je nach Gesamtlänge der Hausarbeit und Tiefe der Ergebnisse. Als unverbindliche Orientierung kann man den Ausblick oft deutlich kürzer halten als das Fazit (z. B. nur ein kleiner Anteil des Schlusskapitels). Ziel ist ein logischer Abschluss und ein Blick nach vorn, nicht eine zweite Zusammenfassung.
Typische Fehler im Ausblick der Hausarbeit
Checkliste für einen überzeugenden Ausblick
Wenn du diese Punkte erfüllst, ist dein Ausblick fast immer „fertig“ im wissenschaftlichen Sinn.
Unterstützung beim Schluss: Fazit und Ausblick sicher fertigstellen
Ein überzeugender Schluss entsteht, wenn du Fazit und Ausblick klar trennst: Das Fazit beantwortet die Fragestellung, der Ausblick leitet daraus nachvollziehbare nächste Schritte ab, ohne neue Argumente oder Daten nachzuschieben. Für die Qualität reichen oft wenige gezielte Anpassungen: ein kurzer Strukturcheck (roter Faden, saubere Übergänge), sprachliches Glätten (wissenschaftlicher Ton, klare Formulierungen) und eine realistische Einordnung von Grenzen sowie Anschlussfragen. Genau hier hilft ein neutraler Blick von außen, weil im Schlussabschnitt sofort sichtbar wird, ob die Logik konsequent bleibt.
Wenn du beim Formulieren festhängst oder deinen Schluss vor der Abgabe absichern möchtest, kannst du dir gezielt Unterstützung holen, zum Beispiel durch Feedback, sprachliche Überarbeitung oder Coaching. Was solche Hilfe kostet und welche Optionen es gibt, findest du hier: Ghostwriter Hausarbeit kosten.
FAQ zum Ausblick in der Hausarbeit

Gerd Schräder
Autor und die Leiter der Autorengruppe
Gerd Schräder ist ein führender Experte im Bereich des wissenschaftlichen Schreibens und leitet das Autorenteam in unserem Agentur. Sein Blog bietet praktische Tipps und tiefgreifende Einsichten, die Ihnen helfen, Ihre Fähigkeiten im Verfassen akademischer Texte zu verbessern und zu verfeinern.
Gerd engagiert sich für die Förderung wissenschaftlicher Kompetenzen und unterstützt durch gezielte Workshops und persönliche Beratungen die Entwicklung akademischer Exzellenz. Sein Einsatz trägt maßgeblich zur Professionalisierung unserer Inhalte und zur Erweiterung unseres Expertenwissens bei.
























